Modern technology gives us many things.

Convertible-Test: Laptop und Tablet in einem Gerät!

0 1

Was soll es denn sein? Ein Notebook oder ein Tablet? Oder beides? Oder noch besser: beides in einem Gerät? Ein Convertible macht die Entscheidung überflüssig: Je nach Bedarf ist es ein Notebook mit richtiger Tastatur oder ein schlankes Tablet. Der Wechsel zwischen beiden Varianten ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Aber sind diese Verwandlungskünstler wirklich so toll oder nur ein fauler Kompromiss? COMPUTER BILD hatte aktuelle Convertibles mit Windows 10 im Test, darunter Modelle wie das Microsoft Surface Book 3 15 Zoll, Microsoft Surface Book 3 13,5 Zoll, HP Spectre X360, Lenovo Yoga C740, HP Spectre Folio 13 und Microsoft Surface Go 2.

Convertible-Notebook-Test – die Bauformen

In diesem Testfeld ist für jeden Geldbeutel und alle Anforderungen das passende Gerät dabei – vom kleinen 10-Zoll-Gerät für 449 Euro bis zum großen 15-Zöller für stattliche 2.300 Euro. Aber nicht nur in Leistung und Größe, sondern auch in ihrer Bauform unterscheiden sich die Testkandidaten erheblich.

  • Klappbares Display: Bei Modellen wie dem Fujitsu Lifebook U939X, HP Spectre 13 X360 oder HP Spectre Folio 13 sind die Touchscreens wie bei einem normalen Notebook fest mit der Tastatur verbunden. Klappt der Nutzer das Display um 360 Grad auf die Unterseite der Tastatur, hat er ein Tablet vor sich. Wenn er das Display nicht komplett umklappt, schaut er bequem Filme und Bilder oder zeigt Präsentationen. Andererseits ist so ein Tablet ziemlich schwer, weil es immer eine Tastatur im Rücken hat.
  • Abnehmbares Display: Bei Modellen wie dem Microsoft Surface Go 2 lässt sich der Touchscreen – wie bei vielen anderen Convertibles auf dem Markt – von der Tastatur abtrennen. Das ist praktisch, wenn man unterwegs nur ein handliches Tablet und zu Hause ein richtiges Notebook braucht.
  • Klapp- und abnehmbares Display: Die zwei Testkandidaten von Microsoft bieten die Möglichkeiten und damit die Vorteile der beiden anderen Bauweisen – haben aber nicht deren Nachteile! Allerdings sind die Modelle Surface Book 3 13,5 und Surface Book 3 15 auch verflucht teuer.

Convertible-Test: Laptop und Tablet in einem Gerät!

Bei Geräten mit drehbaren Displays ist das Scharnier starken Beanspruchungen ausgesetzt. Die Verbindung muss daher durchdacht konstruiert und robust sein – damit nicht schon nach wenigen Monaten der Bildschirm schwarz bleibt oder sich das Display gar löst.

Scharfe und präzise Touchscreens

Aber eine vielseitige Nutzbarkeit macht noch lange kein perfektes Convertible. Dafür braucht so ein Gerät wie jedes herkömmliche Notebook oder Tablet einen erstklassigen Bildschirm. Das beste Display bot in diesem Vergleich das Microsoft Surface Book 3 13. Es zeigte Fotos, Videos und Webseiten mit 3000×2000 Pixeln richtig scharf und mit einer hohen Farbtreue. Für ihre Rolle als Tablet haben alle Convertibles natürlich Touchscreens. Eingaben per Fingertipp setzen alle Testkandidaten präzise und ohne Verzögerungen um.

Convertible-Test: Laptop und Tablet in einem Gerät!

Mindestens zwei USB-Buchsen, einen Speicherkartenleser, einen HDMI-Anschluss und eine Headset-Buchse sollte das Convertible haben.

Tempo-Test: Flink oder lahm?

Ebenso wichtig wie ein guter Bildschirm und eine schnelle Reaktion auf Fingertipps und Wischer ist ein hohes Arbeitstempo. Gleich vorweg: Für simple Office- und Internetaufgaben reicht die Geschwindigkeit aller Testkandidaten völlig aus. Ans Eingemachte geht es jedoch, wenn die Geräte Fotos mit Filtern und 3D-Effekten versehen oder einen Film aus mehreren selbst gedrehten Videoclips erstellen sollen. Diese kräftezehrenden Aufgaben waren zu viel für das Microsoft Surface Go 2 – sie stellen jeden Nutzer vor eine große Geduldsprobe. Aber für unter 500 Euro darf man eben kein superschnelles Convertible erwarten. Wie es richtig flink geht, zeigte das unverschämt teure Surface Book 3 13. Kein Wunder, die hier geprüfte Ausstattungsversion treibt ein starker Intel-Core-i7-Prozessor an, der Arbeitsspeicher ist mit 16 Gigabyte sehr ordentlich bemessen, Betriebssystem, Programme und Daten lagern auf einer schnellen SSD. Das größere Microsoft Surface Book 3 15 hat zudem noch den starken Grafikchip GTX 1660 Ti im Tastaturabteil. Der bietet mehr Dampf als die im Prozessor untergebrachte Grafikeinheit. So zeigt das Surface Book 3 15 sogar Spiele einigermaßen flüssig.

Convertible-Test: Laptop und Tablet in einem Gerät!

Der Bildschirm des Microsoft Surface Go 2 lässt sich von der Tastatur lösen.

Convertible-Akkulaufzeit im Test

Neben einem hohen Arbeitstempo ist ein Akku mit viel Ausdauer Pflicht. Schließlich sind die Geräte für den mobilen Einsatz gedacht und eine Steckdose ist nicht immer in Reichweite. Im Test kam das Lenovo Yoga C740 beim Arbeiten nur vier Stunden und 50 Minuten ohne Steckdose aus. Dass es viel besser geht, bewiesen die beiden Microsoft Surface Book 3: Über sieben Stunden sind eine Ansage! Da lassen sich locker vier Spielfilme am Stück anschauen.

Convertible-Test: Laptop und Tablet in einem Gerät!

Viele Convertibles lassen sich gar nicht oder nur mühsam öffnen, eine Aufrüstung ist daher nicht möglich. Kunden müssen also beim Kauf darauf achten, dass beispielsweise genügend Speicher und ein Prozessor mit ausreichend Dampf für die gewünschten Aufgaben im Gerät stecken.

Aufrüsten? Schwierig!

Aber hat so ein Convertible eigentlich auch gravierende Nachteile? Der Spagat zwischen Notebook und Tablet ist für die Hersteller schließlich nicht ganz einfach zu meistern.

  • Aufrüstung: Wie bei vielen Notebooks ist auch bei den Kombis die Aufrüstung ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen. So lässt sich bestenfalls der Arbeitsspeicher erweitern – das war es dann aber. Der Tausch der Festplatte oder SSD gegen ein Modell mit einer größeren Kapazität ist in den meisten Fällen nicht möglich. Viele aktuelle Modelle haben ihren SSD- und Arbeitsspeicher außerdem fest auf der Hauptplatine verlötet. Daher sollten Interessenten vor dem Kauf die Ausstattung genau prüfen, denn später lässt sich daran nichts mehr ändern. Gut: Im getesteten HP Pavilion x360 (15-dq0221ng) lassen sich Arbeitsspeicher und SSD austauschen.
  • Kein Laufwerk: Wer ein Laufwerk benötigt, muss oft einen externen DVD-Brenner kaufen – viele Geräte verzichten auf ein optisches Laufwerk.
  • Als Tablet schwer: Wer ein Modell mit abnehmbarem Display für den häufigen Einsatz als Tablet in die engere Wahl zieht, sollte nicht vergessen, dass die Bildschirme der geprüften Geräte deutlich schwerer sind als reine Tablets. Ein Vergleich: Das abnehmbare Display des Microsoft Surface Book 3 15 bringt es auf stattliche 814 Gramm, das iPad 10.2 in der 2020er-Version wiegt hingegen nur 490 Gramm.

Testsieger 1: Microsoft Surface Book 3 15 Zoll

Testsieger 2: Microsoft Surface Book 3 13,5 Zoll

Preis-/Leistungssieger: HP Envy 13 x360 (2020)

Fazit: Convertibles im Vergleichs-Test

Wer nicht auf den Cent achten muss, ist mit dem Microsoft Surface Book 3 15 Zoll oder dem kleineren Microsoft Surface Book 3 13,5 bestens bedient. Die beiden Sieger sind aber extrem teuer: Für die geprüfte Ausstattungsversion des 15-Zoll-Surface sind stattliche 2.300 Euro fällig, für die 13,5-Zoll-Variante in etwa genauso viel. Wer mit weniger Akkulaufzeit, Ausstattung und Bildqualität klarkommt, erhält mit dem HP Envy 13 x360 (2020) im Vergleich zu den Surface-Geräten für weniger als ein Viertel den Preis-Leistungs-Sieger, der sich im Test sehr wacker schlug.

Quelle: www.computerbild.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.