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Chipmangel: WLAN-Router werden als nächstes knapp

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Lieferengpässe bei Netzwerkchips sorgen für einen Stau in der Produktion von WLAN-Routern, der künftig auch Internetanbieter betreffen könnte.


    Chipmangel: WLAN-Router werden als nächstes knapp

(Bild: c’t)

Von

  • Mark Mantel

WLAN-Router könnten schon bald schlechter verfügbar und infolge teurer werden. Hersteller beklagen sich über lange Lieferzeiten bei eingekauften Komponenten – insbesondere Netzwerkchips sind Mangelware. Neue Aufträge sollen teilweise erst in einem Jahr erfüllt werden.

Das berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf Herstellerquellen. Laut Karsten Gewecke, Europa-Chef des taiwanischen Herstellers Zyxels, gehen bei Netzwerkausstattern teils dreimal mehr Chipbestellungen ein, als sie tatsächlich produzieren können. Unter anderem Broadcom soll inzwischen Lieferzeiten von mehr als einem Jahr haben, was sich eins zu eins in den Lieferzeiten neuer WLAN-Router widerspiegelt.

Hier rächt sich das "Fab-lose" Geschäftsmodell von Firmen wie Broadcom, die ihre Chips nur designen und bei Auftragsfertigern produzieren lassen. Letztere priorisieren in Zeiten einer 100-prozentigen Auslastung Aufträge mit hohen Margen, sodass Netzwerkausrüstung hinten herunterfällt. Hinzu kommen verlängerte Transportzeiten mit deutlich gestiegenen Kosten – teils auf das Zehnfache.

Abgesehen vom eigenen Vertrieb produziert Zyxel auch Geräte, die Internetanbieter unter eigener Marke anbieten. Telekom etwa verkauft und vermietet Geschäftskunden einen Zyxel-Router als Digitalisierungsbox Basic. Bei anderen Herstellern dürfte die Liefersituation kaum besser aussehen.

Router-Dreingaben beim Abschluss eines DSL-, Kabel- oder Glasfaservertrags könnten als Erstes knapp werden, insbesondere bei kleineren Internetanbietern. Laut Gewecke seien Lieferprobleme durch bestehende Lagerbestände bisher nur verschleppt worden. Es könnte jederzeit der Fall eintreten, dass ein Provider Vertragsgeräte nicht mehr an Neukunden liefern kann – Partner hätten schon mehrmals an dieser Grenze gekratzt. Endkunden, die sich unabhängig einen eigenen WLAN-Router anschaffen, können im Handel immerhin auf besser verfügbare Modelle ausweichen.

(mma)

Quelle: www.heise.de

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