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Cloud-Provider Backblaze vergleicht erstmals Ausfallraten von HDDs mit SSDs

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SSDs weisen deutlich weniger Ausfälle auf als klassische Festplatten, sind aber deutlich jünger. Die Ausfallquoten der klassischen Platten bleiben niedrig.


    Cloud-Provider Backblaze vergleicht erstmals Ausfallraten von HDDs mit SSDs

(Bild: c’t)

Von

  • Frank Schräer

Solid-State-Drives (SSD) punkten beim Cloud-Betreiber Backblaze mit niedrigeren Ausfallraten als klassische Festplatten (HDD). Das geht aus der regelmäßig veröffentlichten Ausfallstatistik des Betreibers hervor. Die jüngste Statistik erfasst neben HDDs erstmals auch SSDs. Allerdings ist der Vergleich nicht ganz fair, wie Backblaze auch zugibt.

Die SSD werden bislang nämlich nur als Startlaufwerke genutzt und nicht zur Datenspeicherung. Im direkten Vergleich mit traditionellen, als Boot-Laufwerke verwendeten HDDs weisen SSD deutlich niedrigere Ausfallraten auf. Laut eigenem Blog betreibt der Cloud-Provider aktuell mehr als 170.000 Festplatten zur Datenspeicherung in Kapazitätsgrößen von 4 bis 16 TByte. Dazu kommen über 3000 Startlaufwerke, von denen mittlerweile 48 Prozent SSDs sind.

Backblaze setzt seit etwas mehr als zwei Jahren SSDs als Boot-Laufwerke ein, nachdem die Preise für rund 200 GByte unter 50 US-Dollar gefallen sind und damit vergleichbar wurden mit 500-GByte-HDDs. Zudem nutzt Backblaze SSD auch zum Aufzeichnen von Logfiles, zur Diagnose und anderen Zwecken. Diese Laufwerke werden also sowohl lesend als auch schreibend genutzt.

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Im ersten Quartal dieses Jahres weisen die SSDs bei Backblaze eine Ausfallrate von 0,58 Prozent auf. Dagegen lag die Ausfallquote vergleichbar genutzter HDDs bei 10,56 Prozent. Allerdings sind die HDDs mit einem Durchschnittsalter von fast 50 Monaten fast viermal älter als die im Mittel knapp 13 Monate alten SSDs.

Vergleicht man die SSDs mit diesen HDDs über deren gesamte Einsatzdauer, sinkt deren Ausfallrate auf 6,04 Prozent. Schließlich sind die HDDs bereits viel länger im Einsatz. Die ältesten Festplatten sind bei Backblaze fast acht Jahre alt, wohingegen die ältesten SSDs mit 30 Monaten Betriebszeit erst zweieinhalb Jahre auf dem Buckel haben.

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Insgesamt sind die niedrigeren Ausfallraten der SSDs keine Überraschung, weist diese Festspeichertechnik im Vergleich zu traditionellen HDDs doch keine mechanischen Verschleißteile auf und arbeitet rein elektronisch. In den nächsten Monaten will Backblaze die SSDs HDDs gleichen Alters gegenüber stellen, um einen aussagekräftigeren Vergleich zu bekommen.

Bei Festplatten für Datenspeicherung beobachtet Backblaze weiter sinkende Ausfallquoten über die Lebensdauer hinweg. Aktuell liegt diese bei 1,49 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 2013. Die größeren 14- und 16-TByte-Speicher weisen noch keine ausreichend langen Betriebszeiten auf, um entsprechenden Bewertungen zuzulassen.

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Backblaze HDD & SSD Ausfallstatistik Q1 2021 (6 Bilder)


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HDD-Ausfallraten (Q1 2021)

(Bild: Backblaze)

Das sieht bei älteren HDD-Modellen anders aus. Vier Festplattenmodelle sind im ersten Quartal 2021 überhaupt nicht ausgefallen_ Das 6-TByte-Modell von Seagate und die Toshiba 4-TByte-HDD sind im Durchschnitt schon 6 Jahre alt und bleiben bei einer Ausfallrate über ihre gesamte Lebensdauer unter einem Prozent. Zwei 16-TByte-Modelle von Toshiba und Western Digital wiesen ebenfalls keine Ausfälle auf, sind im Schnitt aber auch erst 4,1 und 0,4 Monate alt.

(fds)

Quelle: www.heise.de

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