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Desktop-Grafikkarte: Intel bringt Xe-GPU mit Einschränkungen

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Intels erste Desktop-Grafikkarte aus diesem Jahrtausend gelangt in Form eines Asus-Modells in Komplett-PCs.


    Desktop-Grafikkarte: Intel bringt Xe-GPU mit Einschränkungen

Asus‘ Iris-Xe-Ableger DG1-4G mit passiver Kühlung.

(Bild: Asus / Intel)

Von

  • Mark Mantel

Ohne viel Trubel hat Intel am Nachmittag des 27. Januars 2021 eine Desktop-Grafikkarte mit dem Grafikchip DG1 angekündigt. Die Iris Xe Desktop Graphics gelangt in Form von Herstellerkarten in eine Auswahl von Komplett-PCs – Intel zeigt zwei Modelle von Asus und der chinesischen Firma Colorful.

Ein ausführliches Datenblatt stellt Intel nicht bereit. In der Ankündigung ist von 80 Ausführungseinheiten (Execution Units, EUs) mit 640 Shader-Kernen die Rede, sowie 4 GByte LPDDR4X-SDRAM als Grafikspeicher. Die Grafikkarte arbeitet mit einer Thermal Design Power (TDP) von 30 Watt.

Bisher brachte Intel die DG1-GPU ausschließlich in Notebooks unter – Dell bietet in Deutschland das 2-in-1-Convertible Inspiron 15 7000 mit der dort genannten Iris Xe Max an, andere Modelle gibt es hierzulande nicht. Die Mobilvariante nutzt den vollen Chipausbau mit 96 Ausführungseinheiten, also 768 Shader-Kerne, und kommt bei 25 Watt TDP auf einen GPU-Takt von bis zu 1650 MHz. Die Desktop-Grafikkarte soll dank höherer TDP und weniger Rechenkernen höher takten als die Notebook-Schwester.


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Colorfuls Iris-Xe-Version nutzt einen unerwartet starken Kühler für eine 30-Watt-Grafikkarte. In Europa operiert der Hersteller allerdings nicht.

(Bild: Colorful / Intel)

Die Teildeaktivierung bei gleichzeitig höherer Verlustleistung deutet auf eine Resteverwertung im Komplett-PC-Markt hin. Die 3D-Performance sollte auf dem Niveau von AMDs und Nvidias Low-End-Grafikkarten liegen – die mobile Iris Xe Max ist in etwa so schnell wie die GeForce M350, vergleichbar mit der Desktop-GT-1030.

Intel nimmt eine untypische Limitierung bei der Xe-Desktop-Grafikkarte vor, die eine Zweitverwendung in einem anderen PC verhindern soll: Komplettrechner benötigen ein spezielles BIOS, um mit der GPU booten zu können. Hersteller bekommen entsprechende Versionen für Mainboards mit den Chipsätzen B460, H410, B365 und H310C. Heißt: Die Iris Xe für Desktop-PCs läuft mit Prozessoren der 9. und 10. Core-i-Generationen (Coffee Lake-S Refresh, Comet Lake-S).

(mma)

Quelle: www.heise.de

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