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Facebook und Google planen zwei Unterseekabel zwischen den USA und Indonesien

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Die größten IT-Konzerne aus den USA investieren weiter in die weltweite Netzinfrastruktur. Zwei Unterseekabel sollen die USA direkt mit Indonesien verbinden.


    Facebook und Google planen zwei Unterseekabel zwischen den USA und Indonesien

(Bild: bluebay/Shutterstock.com)

Von

  • Martin Holland

Facebook und Google wollen mit zwei Unterseekabeln Singapur und Indonesien besser an Nordamerika anbinden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die beiden US-Konzerne, die bei den Projekten demnach mit regionalen Telekommunikationsanbietern kooperieren.

Für Facebook handle es sich um eine "sehr wesentliche" Investition habe der für den Geschäftsbereich verantwortliche Vizepräsident Kevin Salvadori erklärt, ohne jedoch genauere Zahlen zu nennen. Die Unterseekabel sollen die ersten sein, die Indonesien direkt mit Nordamerika verbinden und die Internetanbindung des nach Bevölkerung viertgrößten Staats der Welt verbessern.

Die beiden Unterseekabel laufen demnach unter den Namen "Echo" und "Bifrost". Bei Echo arbeitet Facebook demnach mit Google und dem indonesischen Telekommunikationsunternehmen Axiata zusammen, die Fertigstellung ist für 2023 geplant. An Bifrost seien mit Telin eine Tochter der Telkom Indonesia und Keppel aus Singapur beteiligt. Hier soll die Einweihung 2024 erfolgen. Welche Übertragungstechnik im Detail zum Einsatz kommen soll, ist bislang nicht bekannt. Telin ist aber Mitbetreiber unter anderem von SEA-ME-WE 5, das Südostasien mit dem Nahen Osten und Europa verbindet; eingesetzt wird dabei DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) mit einer Kapazität von 100 Gbit/s pro Wellenlänge bei insgesamt bis zu 66 Wellenlängen. Ein Upgrade brachte bis zu 250 Gbit/s pro Wellenlänge und über 12 Tbit/s pro Faserpaar. Facebook wiederum ist bereits unter anderem am Projekt 2Africa beteiligt, das Afrika mit dem Nahen Osten und Afrika verbindet; dort kommt SDM1 (Spatial Division Multiplexing) zum Einsatz, das auf 16 Glasfaserpaaren bis zu 180 Tbit/s bietet.

Beide Kabel müssten aber noch von den zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden. Für Facebook gehört Indonesien zu den fünf wichtigsten Märkten weltweit, erklärt Reuters. Die Investition sei auch nicht die erste des US-Konzerns in die Konnektivität des auf 15.000 Inseln aufgeteilten Staats. So habe Facebook schon angekündigt, dort Glasfaserkabel in mehr als 20 Städten zu verlegen, ergänzt Reuters.

Derweil hat Facebook auch versichert, weiter an dem kritisierten Unterseekabelprojekts PCLN zu arbeiten. Das Pacific Light Cable Network war 2017 als erste direkte derartige Verbindung zwischen den USA und Hongkong angekündigt worden. Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen China und den USA hatte sich das verzögert und nachdem Peking seine Zugriffsrechte auf die ehemalige britische Kolonie im vergangenen Jahr drastisch ausgeweitet hat, waren die Widerstände zu stark geworden. Das letzte Teilstück nach Hongkong soll nun nicht mehr hinzukommen, bislang verbindet das Kabel San Francisco mit Taiwan und den Philippinen.

(mho)

Quelle: www.heise.de

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