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Hitzewelle: Stromanbieter in Texas erhöhen Temperaturen auf smarten Thermostaten

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In Texas haben sich Stromanbieter das Recht einräumen lassen, Klimaanlagen aus der Ferne einzustellen, um Strom zu sparen. Betroffene sind irritiert.


    Hitzewelle: Stromanbieter in Texas erhöhen Temperaturen auf smarten Thermostaten


    Hitzewelle: Stromanbieter in Texas erhöhen Temperaturen auf smarten Thermostaten

(Bild: Andrey Myagkov/Shutterstock.com)

Von

  • Martin Holland

In Texas können Stromanbieter aus der Ferne die Temperaturen auf bestimmten smarten Thermostaten verändern, um Klimaanlagen herunterzufahren und die Last auf das Stromnetz zu verringern. Darüber beschweren sich Betroffene während der aktuellen Hitzewelle, berichtet der lokale Nachrichtensender WFAA. Demnach hatten sie ihrem Stromanbieter unbemerkt eine entsprechende Erlaubnis erteilt und nun mitbekommen, dass die Temperatur auf ihren Thermostaten ohne ihr Zutun geändert worden war. Der kann demnach die eingestellte Temperatur um bis zu vier Grad (Fahrenheit) nach oben ändern, um den Stromverbrauch zu senken.

Wie in dem Bericht von WFAA erläutert wird, ist die Temperaturänderung aus der Ferne Teil eines Programms namens "Smart Savers Texas". Wer darin einwilligt, gibt dem Stromanbieter die Möglichkeit, während einer Spitzenlastzeit die Einstellung der Klimaanlage zu ändern. Im Gegenzug nehmen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einer Art Lotterie Teil, bei der es bis zu 5000 US-Dollar Beteiligung an der Stromrechnung zu gewinnen gibt. Den Berichten zufolge haben viele ihre Zustimmung wohl unwissend gegeben oder zumindest wieder vergessen. Ein betroffener Vater einer neugeborenen Tochter hat dem Bericht zufolge seine Zustimmung umgehend zurückgezogen, nachdem die Zimmertemperatur während ihres Mittagsschlafs auf 25 Grad Celsius angestiegen war.

Insgesamt soll solch eine Temperaturanpassung aus der Ferne nur wenige Male pro Sommer nötig sein, versichert der verantwortliche Anbieter gegenüber USA Today. Das dürfte vor allem in solch einer massiven Hitzewelle der Fall sein, wie sie den Südwesten der USA aktuell trifft. In Texas haben Stromanbieter die Menschen vergangene Woche bereits aufgerufen, wo immer möglich, Strom einzusparen, ansonsten bestehe die Gefahr von Stromausfällen. Die Probleme bei der Energieversorgung des Bundesstaats waren erst vor wenigen Monaten wieder einmal sichtbar geworden, als eine ungewöhnliche Kältewelle für Stromausfälle gesorgt hatte. Nach dem Kälteeinbruch zeigt nun die extreme Hitze, wie anfällig das vom Rest des Landes weitgehend abgetrennte Stromnetz in Texas ist.

(mho)

Quelle: www.heise.de

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