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Linux/Unix-Desktop Gnome 40: Die nächste Evolutionsstufe der Gnome-Shell

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Für das kommende Release der Linux/Unix-Desktopumgebung Gnome 40 planen die Entwickler zentrale Elemente der Bedienoberfläche zu überarbeiten.


    Linux/Unix-Desktop Gnome 40: Die nächste Evolutionsstufe der Gnome-Shell

(Bild: Gnome)

Von

  • Niklas Dierking

Den Nutzern des Linux/Unix-Desktops Gnome stehen einige Neuerungen ins Haus: Die Entwickler nehmen weitreichende Änderungen an der Bedienoberfläche Gnome Shell vor. Im Zentrum steht eine neue räumliche Anordnung der Arbeitsflächen, was sich auf die Aktivitätenübersicht und das Verhalten des Applikationslaunchers auswirkt. Das Bedienkonzept nähert sich damit Mobilgeräten an und eignet sich laut der Entwickler besonders für die Steuerung via Touchpad oder Hotkeys. Einen harten Bruch, wie bei dem Wechsel von Gnome 2 auf Gnome 3, stellen die Neuerungen jedoch nicht dar.

In einem Blogbeitrag reagieren die Entwickler mit einer FAQ auf das Feedback aus der Community und erläutern die Ziele der Überarbeitung. Einen ersten Einblick in die geplanten Neuerungen gaben die Entwickler im Blog Gnome Shell & Mutter bereits im Dezember.

Im neuen Design der Aktivitätenübersicht reihen sich die virtuellen Desktops nun horizontal auf und lösen die vertikale Auflistung am rechten Bildschirmrand ab. Die Fenster verfügen über App-Icons und zeigen bei Mouseover den kompletten Fenstertitel an.


    Linux/Unix-Desktop Gnome 40: Die nächste Evolutionsstufe der Gnome-Shell

(Bild: Gnome)

Die App-Übersicht unterscheidet sich wenig vom aktuellen Design in Gnome 3.38. Bestehende Features, wie Applikationen nach Belieben anordnen und in Ordner verschreiben, bleiben möglich. Das Raster listet Apps nach wie vor seitenweise. User blättern diese jetzt horizontal statt vertikal durch.


    Linux/Unix-Desktop Gnome 40: Die nächste Evolutionsstufe der Gnome-Shell

(Bild: Gnome)

Laut den Entwicklern sei durch die Anpassungen im Design die Bedienung der Gnome-Shell intuitiver, indem die horizontale und vertikale Achse klare Funktionen erfüllen. Nutzer scrollen horizontal durch die Arbeitsflächen. Die vertikale Achse zoomt in die App- und Aktivitätenübersicht hinein und wieder heraus. Von dieser Anordnung sollen in erster Linie Nutzer profitieren, die den Desktop mit Touchpad oder per Hotkeys bedienen. Mit Super + Alt + Pfeiltaste oder einem Wisch mit vier Fingern auf dem Touchpad in eine Richtung, springt die Bedienoberfläche zur gewünschten Ansicht.

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(Quelle: Gnome)

Wird ein Fenster per Drag-and-drop auf einen anderen virtuellen Desktop verschoben, zoomt die Aktivitätenübersicht heraus, um alle Arbeitsflächen anzuzeigen. Das neue Design soll sowohl für Multi-Display-Setups, als auch für die vertikale Orientierung des Bildschirms geeignet sein. Die aktive Ecke bleibt erhalten. Die Entwickler sehen keine Option vor, um zwischen dem neuen und alten Design umzuschalten. Man sei aber offen gegenüber Bemühungen der Community, das klassische Design über Gnome-Extensions zu erhalten.

Gnome 40 folgt auf Gnome 3.38, womit die bisher führende Ziffer gestrichen wird. Das neue Versionsschema soll sperrige Versionsnummern vermeiden und die graduellen Entwicklungsschritte verdeutlichen. Auf die Benennung zu "Gnome 4" verzichtete das Projekt, um nicht falsche Erwartungen zu wecken, die neue Gnome-Version verwende bereits die kürzlich erschienene Grafikbibliothek GTK 4.0.

(ndi)

Quelle: www.heise.de

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