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Memphis, Memphis, Memphis: Twitter sperrte Konten, die die Stadt nennen

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Zwölf Stunden sperrte Twitter Nutzer, die das Wort "Memphis" benutzt haben. Was daran so verwerflich war? Es gibt Theorien, aber keine Erkenntnis.


    Memphis, Memphis, Memphis: Twitter sperrte Konten, die die Stadt nennen

(Bild: InFootage.com/Shutterstock.com)

Von

  • Eva-Maria Weiß

"Memphis" und bäm, gesperrt. Es war nicht mal nötig, das Wort drei Mal zu sagen, um Grauenvolles hervorzurufen – wie einen zerzausten Poltergeist aus den 80er Jahren. Twitter befand am Wochenende, dass die einmalige Nutzung des Namens der Stadt in Tennessee ausreicht, um gebannt zu werden. Für ganze zwölf Stunden. Mindestens jedoch für eine Verwarnung.

Das Problem fiel Fans des Basketball-Teams "Memphis Grizzlies" und des Fußballers Memphis Depay auf. Reihenweise bekamen sie Nachrichten, gegen die Twitter-Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben. Freilich reichte dafür nicht, dass sie überhaupt Fans sind – so schlecht spielen weder das Team noch der Fußballer – und auch hat Twitter keine Profile erstellt und Menschen mit Berührungspunkten prophylaktisch aussortiert. Nur das Schreiben und Veröffentlichen eines Tweets, der "Memphis" enthielt, führte zu den bitteren Konsequenzen.

Laut Twitter ist der Fehler bereits behoben und auch die betroffenen Konten sind wieder freigegeben. In dem Entschuldigungs-Tweet, der in der Nacht zu Montag rausging, heißt es, ein Bug sei schuld. Ein Bug? Der allseits bekannte Memphis-Bug? Welches wohl das häufigste Wort in den Antwort-Tweets ist, lässt sich unschwer erraten. Memphis, Memphis, Memphis.

Fraglich bleibt allerdings nach wie vor, was für ein Bug dafür sorgt, dass ausgerechnet dieses Wort zu Konto-Sperrungen führt. Man könnte jetzt überlegen, welcher Techniker am Wochenende Zugriff hatte. Feuerwehrleute sind ja leider auch besonders häufig zugleich Brandstifter. Wäre die verbotene Stadt Hannover läge es nahe zu vermuten, dass sich ein Braunschweiger einen Spaß erlaubt hat. Das Netz bringt den Fehler auch mit Elvis in Verbindung – nur wird es dabei nicht konkreter, als dass der Sänger dort starb. Diese Theorie ist daher nicht sehr einleuchtend. Müssen wir wohl darauf bauen, dass Twitter selbst uns noch aufklären wird. Bitte!

(emw)

Quelle: www.heise.de

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