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No-Code-Plattform: SAP übernimmt finnischen Anbieter AppGyver

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Mit der Akquise der No-Code-Entwicklungsplattform für Apps setzt SAP eine Übernahmerunde im Rahmen der aktuellen Kampagne "RISE with SAP" fort.


    No-Code-Plattform: SAP übernimmt finnischen Anbieter AppGyver

(Bild: nitpicker/Shutterstock.com)

Von

  • Silke Hahn

Deutschlands größtes IT-Unternehmen SAP hat die Übernahme von AppGyver bekannt gegeben, einem No-Code-Anbieter der ersten Stunde. Das 2010 in Helsinki gegründete Unternehmen betreibt eine No-Code-Entwicklungsplattform für Nutzer ohne Programmierkenntnisse, mit der Geschäftskunden mobile Anwendungen und Web-Apps erstellen können.

Für SAP steht die Übernahme offenbar im größeren Kontext des neuen Angebots "RISE with SAP": Die Walldorfer setzen verstärkt auf das Verlagern von Geschäftsprozessen in die Cloud und bieten Geschäftspartnern zunehmend Dienstleistungen für die digitale Transformation an.

Zuletzt hatte SAP Ende Januar Signavio übernommen, einen in Berlin ansässigen Mitbewerber im Bereich des Business Process Management (BPM). Das Angebot von AppGyver soll wie zuvor die Software von Signavio Teil der SAP Business Technology Platform werden und dabei das Portfolio im BPM-Bereich erweitern. Low-Code-Dienste hatte SAP seinen Kunden zuvor bereits angeboten, und zwar durch eine Partnerin, die Siemens-Tochter Mendix Tech BV.

Michael Weingartner, Leiter der SAP Business Technology Platform Core, sieht in AppGyver laut Blogeintrag eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots an No-Code-Fertigkeiten speziell für das Programmieren von Arbeitsabläufen, Formularen und robotergestützter Prozessautomatisierung. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart, alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Das 2010 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Helsinki beschäftigt 18 Mitarbeiter und ermöglicht es Geschäftskunden, auf einer Nutzeroberfläche per Drag and Drop Anwendungen im Baukastenprinzip zu erstellen, ohne Code zu schreiben. Auch die Logik der zu erstellenden Apps vom Anwendungsfall über den Workflow bis zum Endgerät soll sich laut Produktwebsite visuell modellieren lassen. Die im AppGyver-Dashboard erstellten Anwendungen basieren offenbar auf der Technologie von React und React Native, das Erstellen nativer iOS- und Android-Apps mit webbasierten Admin-Interfaces soll laut Anbieter möglich sein. Als Referenzbeispiel führt das Unternehmen eine DHL-interne App zum europaweiten Flottenmanagement an.

Mehr Informationen zur Übernahme lassen sich der Ankündigung im SAP-Blog entnehmen. Die AppGyver-Sicht lässt sich im Blogeintrag des No-Code-Anbieters nachlesen.

(sih)

Quelle: www.heise.de

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