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Spieleentwickler CD Projekt wurde Opfer von Ransomware-Attacke

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Cyberkriminelle haben Zugriff auf Server von CD Projekt erlangt. Laut dem Entwickler von "Cyberpunk 2077" wurden dabei wohl keine Nutzerdaten erbeutet.


    Spieleentwickler CD Projekt wurde Opfer von Ransomware-Attacke

Screenshot aus „Cyberpunk 2077“, dem jüngsten Spiel von CD Projekt.

(Bild: CD Projekt)

Von

  • Daniel Herbig

Cyberkriminelle haben die Server von CD Projekt angegriffen und teilweise verschlüsselt. Das teilte der polnische Spieleentwickler auf Twitter mit. Dort veröffentlichte das Unternehmen auch einen Erpresserbrief der kriminellen Hacker, die CD Projekt zur Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden auffordern.

"Ihr wurdet episch gepwned!", öffnet das Schreiben. Eigenen Angaben zufolge haben die unbekannten Angreifer den Source Code mehrerer von CD Projekts Entwicklungsabteilung CDPR Red entwickelter Spiele erbeutet. Dazu sollen neben "Cyberpunk 2077" auch "The Witcher 3" und die Standalone-Variante des Kartenspiels "Gwent" gehören. Außerdem haben die Kriminellen dem Drohschreiben zufolge auf den Servern zahlreiche interne Dokumente gefunden. Alle Dateien sollen laut Drohbrief veröffentlicht werden, wenn CD Projekt nicht den Anweisungen folgt.

Laut dem Statement von CD Projekt gibt es bisher allerdings keine Hinweise darauf, dass der Ransomware-Attacke auch Daten von Spielern und Nutzern zum Opfer gefallen sind. Die verschlüsselten Dateien kann das Studio der Stellungnahme zufolge außerdem mit Backups wiederherstellen. Den genauen Zeitpunkt des Angriffs nennt CD Projekt nicht.

In dem Statement betont CD Projekt, man werde sich nicht auf die Forderungen der kriminellen Hacker einlassen und stattdessen mit Behörden und IT-Sicherheitsexperten zusammenarbeiten. Gemeinsam werde man den Vorfall intensiv untersuchen, verspricht das polnische Spieleunternehmen. Fachleute raten grundsätzlich davon ab, Cyber-Erpressern Lösegeld für Daten zu zahlen.

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Die Angreifer drohen damit, die erbeuteten Dokumente zu veröffentlichen. Das werde dazu führen, dass CD Projekts Ansehen weiter Schaden nimmt, heißt es in dem Erpresserschreiben. CD Projekt erlebt turbulente Zeiten: Das jüngste Spiel des Unternehmens, "Cyberpunk 2077", war in technisch mangelhaften Zustand auf den Markt gekommen. Das führte unter anderem dazu, dass das Spiel aus dem offiziellen Playstation Store entfernt wurde. Außerdem sackte die Aktie von CD Projekt ab, weshalb sich mehrere Investoren zu einer Sammelklage gegen das Studio entschieden.

(dahe)

Quelle: www.heise.de

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