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Tiger Lake-H35: Intels Vierkern-CPU für kompakte Gaming-Notebooks

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Intel startet einen Ableger seiner Tiger-Lake-CPUs, ergänzt sein Angebot um vPro- sowie Low-End-Prozessoren und gibt einen Ausblick auf die nächsten Monate.


    Tiger Lake-H35: Intels Vierkern-CPU für kompakte Gaming-Notebooks

(Bild: Intel)

c’t Magazin Von

  • Florian Müssig

Bislang gab es die 10-Nanometer-Prozessoren der elften Core-i-Generation (Tiger Lake) nur in der U-Baureihe für flache Notebooks. Zur CES stellt Intel nun die ersten H-Modelle für leistungsstärkere Notebooks vor. Zwar handelt es sich bei den drei CPUs, die Intel-intern unter "Tiger Lake-H35" laufen, weiterhin um Vierkerner, doch sie dürfen 35 Watt verheizen. Bei dem Vierkerner der U-Baureihe ist hingegen bei 28 Watt Schluss, in vielen Notebooks laufen sie sogar ganz klassisch mit 15 Watt – und dementsprechend niedrigeren Taktfrequenzen unter Volldampf.

Mit bis zu 5 GHz auf einem CPU-Kern reklamiert Intel die Performance-Krone bei Single-Threading-Rechenlast für sich. Der Chiphersteller zieht zum Vergleich ein Jahr alte Ryzen-4000-CPUs von AMD heran; der wahre Konkurrent wären jedoch eher die Ryzen-5000-Prozessoren, deren Enthüllung wohl am Dienstag ansteht.


    Tiger Lake-H35: Intels Vierkern-CPU für kompakte Gaming-Notebooks

Tiger Lake-H35 soll mit einer hohen Single-Threading-Leistung überzeugen.

(Bild: Intel)

Als Sonderlösung mit spitzer Zielgruppe dürfte Tiger Lake-H35 nur in wenigen Notebooks zum Einsatz kommen. Die Neulinge sind für hochpreisige Modelle vom Kaliber eines Razer Blade Stealth 13 gedacht – also 13- bis 15-Zöller, die zwar etwas schwerer und dicker als üblich sind, aber dank eines zusätzlichen Grafikchips für Full-HD-Gaming taugen. Diese Gerätekategorie ist ein sinnvoller Kompromiss zwischen Gaming und Mobilität, der im Notebook-Boom rund um die Corona-Pandemie durchaus gefragt ist. Nicht zuletzt konnte AMD mit seinen 35-Watt-Prozessoren der Ryzen-4000HS-Serie in just dieser Kategorie einen Achtungserfolg erzielen – etwa im 14-Zöller Asus RoG Zephyrus G14.

Tiger Lake-H35 für kompakte Gaming-Notebooks
Modell Kerne / Threads TDP Basistakt max. Turbotakt L3-Cache
Core i7-11375H SE 4 / 8 28 – 35 W 3,0 – 3,3 GHz 5,0 GHz 12 MByte
Core i7-11370H 4 / 8 28 – 35 W 3,0 – 3,3 GHz 4,8 GHz 12 MByte
Core i5-11300H 4 / 8 28 – 35 W 2,6 – 3,1 GHz 4,4 GHz 8 MByte

Der wichtige Unterschied: AMDs mit 7 Nanometer Strukturbreite gefertigten 35-Watt-CPUs sind keine Vierkerner, sondern Ableger der regulären H-Prozessorserie mit bis zu acht Rechenkernen und dementsprechend viel mehr Performance bei Last auf allen Kernen. Entsprechende Gegenstücke sind bei Intel wegen der verkorksten 10-Nanometer-Fertigung immer noch nicht spruchreif: "Tiger Lake-H45" mit acht CPU-Kernen soll erst in ein paar Monaten kommen. Im Desktop-Bereich sind die Auswirkungen der Fertigungsprobleme noch gravierender, denn dort steht mit "Rocket Lake-S" in Kürze eine weitere 14-Nanometer-CPU mit acht Kernen an – immerhin mit einer von den 10-Nanometer-CPUs abgeleiteten, potenteren Architektur und anderen Neuerungen wie PCIe 4.0.


    Tiger Lake-H35: Intels Vierkern-CPU für kompakte Gaming-Notebooks


    Tiger Lake-H35: Intels Vierkern-CPU für kompakte Gaming-Notebooks

Zurück zu den Notebook-Prozessoren: Außer Tiger Lake-H35 debütieren auf der CES auch noch vPro-Modelle der elften Core-i-Generation für Business-Notebooks. Solche CPUs enthalten Fernwartungsfunktionen für Admins und sind länger verfügbar, damit Notebook-Hersteller ihrerseits eine längere Verfügbarkeit damit bestückter Notebooks garantieren können. Aus Nutzersicht gibt es keine Unterschiede zu den bereits bekannten Varianten ohne vPro.

Für günstige Einsteiger-Notebooks kündigt Intel wiederum neue Celeron- und Pentium-Silver-Prozessoren (Jasper Lake) mit "Tremont"-Kernen an. Diese 10-Nanometer-Kerne kamen bislang nur in Intels Spezialprozessor Lakefield zum Einsatz, der in Samsungs Galaxy Book S und in Lenovos faltbarem ThinkPad X1 Fold Verwendung findet. Während im Lakefield-SoC allerdings noch ein zusätzlicher, potenter Core-i-Kern steckt, enthalten die neuen Celeron und Pentium ausschließlich die aus der Atom-Schiene hervorgegangenen Tremont-Cores.

Neue Einsteiger-Prozessoren (Jasper Lake)
Modell Kerne / Threads TDP Basistakt max. Turbotakt L3-Cache
Pentium Silver N6005 4 / 4 10 W k. A. 3,3 GHz 4 MByte
Celeron N5105 4 / 4 10 W k. A. 2,9 GHz 4 MByte
Celeron N4505 2 / 2 10 W k. A. 2,9 GHz 4 MByte
Pentium Silver N6000 4 / 4 6 W k. A. 3,3 GHz 4 MByte
Celeron N5100 4 / 4 6 W k. A. 2,8 GHz 4 MByte
Celeron N4500 2 / 2 6 W k. A. 2,8 GHz 4 MByte

(mue)

Quelle: www.heise.de

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