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Im Test: MyVoltaics MyCarport

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Mini-PV-Anlagen sind gefragt wie nie, denn Klima- und Energie-Krise befeuern die Nachfrage nach diesen unbürokratischen Strom-Spendern. Doch es gibt Mogelpackungen und Missverständnisse rund um die Balkonkraftwerke. Worauf man beim Kauf achten sollte und wann sich eine Mini-PV-Anlage auch wirtschaftlich schneller rechnet, erfahren Sie hier.  

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Mit einem neuen Kühlschrank, einer neuen Waschmaschine oder neuen LED-Leuchtmitteln gibt es viele Möglichkeiten den eigenen Stromverbrauch zu reduzieren. Aber das ist kostspielig und mitunter recht aufwändig. Eine Mini-PV-Anlage am Balkon, auf der Garage oder dem Vordach ist hingegen mit wenigen Handgriffen installiert und kann die Stromkosten mit einem Schlag um 20-25 Prozent mindern.

Was ist eine Mini-PV-Anlage und wie funktioniert sie?

Die Solarmodule einer Mini-PV-Anlage wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom. Ein Wechselrichter wandelt dann den Gleichstrom in Wechselstrom, wie er bei uns aus der Steckdose (50Hz/250V) kommt – nur mit dem Unterschied, dass er keinen Strom „saugt“, sondern als Quelle in die Steckdose einspeist. Da der Widerstand zu dieser Stromquelle geringer ist als der Strom vom Netzanbieter, nutzen die heimischen Stromverbraucher zuerst diesen Strom, bevor sie Nachschub aus dem öffentlichen Netz beziehen. Damit Mini-PV-Anlagen nur den eigenen Strombedarf reduzieren und der Strom nicht ins öffentliche Netz fließt, sind die Wechselrichter von Mini-PV-Anlagen in Österreich auf maximal 800W und in Deutschland zurzeit noch auf 600W pro Haushalt bzw. Stromzähler begrenzt. Im Gegensatz zu großen Photovoltaik-Anlagen dürfen Mini-PV-Anlagen also immer nur einen Teil des eigenen Stromverbrauchs abdecken.
Rentabilität: Wohnort und ­Lebensdauer wichtiger als ­Anschaffungspreis

Wie schnell sich eine Mini-PV-Anlage ­finanziell rentiert, hängt von der individuellen Stromnutzung und dem Strompreis des Anbieters ab, der je nach Wohnort sowohl in Österreich als auch in Deutschland sehr stark schwankt. So sind beispielsweise in Schleswig-Holstein und Innsbruck die Strompreise zurzeit am höchsten und in Salzburg und Bremen am günstigsten. Darüber hinaus gibt es unterschiedlichste Förderungen für Mini-PV-Anlagen zwischen 100 und 750 Euro. Wer beispielsweise in Darmstadt oder Braunschweig lebt, bekommt pauschal 400 Euro. Heidelberger bekommen 750 Euro Zuschuss und zahlen lediglich einen Eigenanteil von 50 Euro. (Eine Übersicht gibt es unter bit.ly/sm-myvoltaics)

Wichtiger als der Anschaffungspreis sind Lebensdauer und Qualität einer PV-Anlage. Der Hype um Mini-PV-Anlagen hat viele neue Anbieter auf den Markt gebracht, doch hier raten Experten zu größter Vorsicht. Manche Anbieter versprechen sprichwörtlich das Blaue vom Himmel und liefern teilweise gefährliche Ramschware an der Grenze zum Elektroschrott. Bei der Materialermüdung und dem schleichenden Ertragsverlust unterscheiden sich billige und hochwertige Mini-PV-Anlagen mitunter dramatisch. Einmal mehr gilt: Wer günstig kauft, kauft zwei Mal. Und auch eine Hersteller-Garantie von 10 Jahren ist nur dann etwas wert, wenn der Anbieter in 10 Jahren noch existiert.

Einfach aufbauen, einfach einstecken – ohne Beistand

Wir haben uns das Mini-PV-System „myCarport“ von myvoltaics.de genauer angeschaut und waren positiv überrascht. Die Lieferung erfolgte pünktlich und innerhalb weniger Tage per Spedition. Geliefert wurden zwei große Pakete mit den Solarmodulen und ein kleines Paket mit der Unterkonstruktion und dem Wechselrichter. Eine Schritt-für-Schritt-Aufbauanleitung mit vielen Bildern machte den Zusammenbau zum Kinderspiel. Auch die Installation der beiden Solarmodule auf dem Garagendach war einfach. Um Wind und Wetter standzuhalten, müssen die Paneele übrigens mit schweren Betonplatten vor Sturmböen gesichert werden. Diese aufs Dach zu schleppen, war die größte Herausforderung. Die Verbindungen zum Wechselrichter sind dank der speziellen Stecker selbsterklärend und so folgte auch schon bald die Inbetriebnahme. Hierfür wird das Anschlusskabel mit Schuko-Stecker vom Wechselrichter mit einer Steckdose verbunden – in unserem Fall eine normale Außensteckdose. Damit man sofort sieht, ob und wie viel Strom denn nun produziert wird, ist ein Zwischenstecker zum Strommessen obligatorisch. Als Zwischenstecker empfiehlt myvoltaics.de den wetterfesten FRITZ!DECT 210, da er den Stromfluss in beide Richtungen messen kann – und weil er per DECT-Funk eine deutlich höhere Reichweite im Vergleich zu WLAN-Lösungen bietet. Voraussetzung ist eine FRITZ!Box, wie sie bereits in zahlreichen Haushalten vorhanden ist. In der FRITZ!App Smart Home oder der FRITZ!Box Benutzeroberfläche lässt sich dann bequem kontrollieren wie viel Strom heute, diese Woche oder dieses Jahr schon produziert wurde. Einfacher geht es nicht.

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Fazit: Kostenloser Strom aus der Mini-PV-Anlage lässt nicht nur das grüne Herz höherschlagen, sondern macht sich – je nach Standort und Förderung – schon sehr schnell bezahlt. 

Note: Hervorragend (94%)

Größe: 1755 x 1038 x 30mm (Solarfläche: 1,82 m2 pro Modul)
Gewicht: 23,5 kg (pro Modul)
Garantie: 15 Jahre
Haltbarkeit: 90% Leistung nach 25 Jahren
Leistung: 400 Watt (pro Modul) bei 38 Vmp) und 10 Amp.
Preis: 599,20 Euro (pro Modul) inkl. Alu-Unterkonstruktion und inkl. Wechselrichter und Halterung

Der Beitrag Im Test: MyVoltaics MyCarport erschien zuerst auf Androidmag.

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