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Mangelhaft für Apple und Co.? EU will Reparierbarkeitsindex für Handys

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Wie gut lässt sich dein Smartphone reparieren, wenn ein Bauteil kaputtgeht? Mittlerweile wird es in den meisten Fällen schwierig, Komponenten selbstständig auszutauschen. Dagegen will die EU nun vorgehen und will Handys nach Reparierbarkeit indexieren.

Mangelhaft für Apple und Co.? EU will Reparierbarkeitsindex für Handys

Bildquelle: encierro / Adobe Stock

Geht das Display kaputt, macht der Akku schlapp oder ein anderes Bauteil deines Smartphones gibt den Geist auf, ist guter Rat teuer. In den meisten Fällen ist es für Laien schwer, Komponenten selbst auszutauschen. Nicht nur, weil das richtige Werkzeug fehlt, sondern auch weil die Einzelteile miteinander verklebt sind. Im Hinblick auf Langlebigkeit und zugunsten der Umwelt ist diese Tatsache nicht sonderlich förderlich. Die EU-Kommission will dagegen vorgehen und einen gültigen Reparierbarkeitsindex für Smartphones einführen.

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EU: Wie gut lassen sich Handys reparieren?

Ähnlich wie bei den einheitlichen Ladekabeln für Handys und andere Elektrogeräte plant die EU-Kommission den nächsten Schritt im Kampf gegen Elektroschrott. Der vorgeschlagene Reparierbarkeitsindex soll für alle neuen Smartphones wie auch Tablets gelten – und das verpflichtend.

Die Vorgehensweise erinnert an Gütesiegel wie das Tierwohllabel, die Verbrauchern zeigen, was im Produkt steckt. Insgesamt soll der Index sieben Stufen (A-G) besitzen, anhand dessen Hersteller den Wert für ihre Smartphones und Tablets ermitteln sollen.

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Reparierbarkeitsindex: Wie wird der Wert ermittelt?

Laut Heise Online sollen verschiedene Kriterien in die Wertermittlung fließen. Dazu zählen, wie viele Schritte ein Verbraucher oder auch Profi unternehmen muss, um ein Bauteil – etwa das Display – auszutauschen. Dabei gewichtet die EU-Kommission die jeweiligen Komponenten unterschiedlich: Da der Akku im Vergleich zur Kamera meistens schneller kaputtgeht, wird die Reparierbarkeit des Akkus auch höher bewertet.

Ferner spielt etwaiges Spezialwerkzeug eine Rolle sowie der Umstand, ob ein Verbraucher Ersatzteile einfach nachkaufen kann. Der Index stellt außerdem die Frage nach der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen (unter anderem Schrauben) und ob eine Anleitung für die Reparatur für Nutzer zugänglich ist.

Neben den geplanten Werten wurde vonseiten diverser Umweltverbände die Forderung laut, auch die Kosten für Ersatzteile zu berücksichtigen. Das wies die EU-Kommission von sich, da die Preise je nach Markt variieren.

Zustimmung zu EU-Plänen

Im Allgemeinen bekam die EU-Kommission für den Reparaturindex Zuspruch, unter anderem von der Umweltorganisation ECOS und dem deutschen Umweltbundesamt. Auch die Experten von iFixit begrüßten die Pläne. „Mit ihren Plänen zur Regulierung von Smartphones und Tablets nimmt die EU eine Vorreiterrolle ein“, zitiert Heise Online einen Sprecher von iFixit.

Geplant ist, dass der Reparaturindex ab 2023 gilt. Bis dahin wolle man den Index weiter ausarbeiten und präzisieren.

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Quelle: www.inside-digital.de

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